Austragsprobleme:

Austragsprobleme aus Silos treten immer dann auf, wenn Silogeometrie und Schüttgut nicht ausreichend aufeinander abgestimmt sind. So lassen sich z.B. nur die wenigsten Schüttgüter problemlos aus einem "Standard-Silo" mit einem Trichteröffnungswinkel von 60° und Auslaßdurchmesser von z. B. 300 mm austragen.
Typische Probleme, die in der Praxis immer wieder auftreten, sind Brückenbildung, Schachtbildung, Entmischung und Zeitverfestigung.

Das Ausfließen von Schüttgütern aus Silos kann generell in zwei Kategorien unterteilt werden:



Massenfluß Kernfluß
Unterscheidungs-Kriterium Produkt bewegt sich beim Austrag auch entlang der Behälterwand.
Im Idealfall senkt sich die Schüttgutoberfläche beim Produktaustrag gleichmäßig ab.
Produkt bewegt sich beim Austrag nicht entlang der Behälterwand.
Es entsteht eine zentraler Fließschacht, das Produkt in Wandnähe bleibt stehen.

Charakteristische Siloform
langer steiler Trichter kurzer flacher Trichter
Austragsprobleme, die
auftreten können
Brückenbildung,
Zeitverfestigung
Brückenbildung,
Zeitverfestigung,
Schachtbildung,
Entmischung,
unregelmäßiger Austrag ("Schießen")
Weitere Eigenschaften enge Verweilzeit-Verteilung
"first-in first-out"
breite Verweilzeit-Verteilung
Bildung von Totzonen




Nachrüsten von Austragshilfen:

Durch den Einsatz von Austragshilfen an "Problem-Silos" können viele Austragsprobleme nachträglich leicht behoben werden. Wenn es darauf ankommt, Fließhilfegeräte unkompliziert von außen nachzurüsten, variabel anzuordnen und gut dosierbar zu betreiben, bietet sich unser Pulsor-System als perfekte Lösung an.
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Zur Beseitigung von Austragsproblemen ist der Einsatz von Pulsoren fast immer die kostengünstigste Variante.




Neu- oder Umbau eines Silos:

Bei der Auslegung von Silos stellen sich unter dem Gesichtspunkt des Fließverhaltens
folgenden Fragen:

  1. Wie steil und aus welchem Werkstoff muß ein Silo sein, damit das zu lagernde Produkt im Massenfluß ausfließt?
    (Das Kriterium ob ein Massenfluß- oder ein Kernfluß-Profil entsteht, ist im wesentlichen der Zusammenhang zwischen Reibungskoeffizient des Produkts auf den Trichterwänden und Neigung der Trichterwände gegen die Vertikale.)
  2. Wie groß muß der Auslaßdurchmesser sein, damit sich keine Brücken bilden?
    (Die größte Spannweite einer (stabilen) Brücke ist im wesentlichen bestimmt durch die Druckfestigkeit des komprimierten Schüttgutes und seiner Dichte.)
  3. Wie verändern sich die Schüttguteigenschaften mit zunehmender Lagerzeit?
Durch die Messung von charakteristischen Schüttguteigenschaften, wie Druckfestigkeit, innerer Reibung und Dichte in Abhängigkeit von der Vorverfestigung nach dem standardisierten Jenike-Verfahren (Jenike-Schertest) können diese Fragen beantwortet werden und Massenfluss-Silos betriebssicher ausgelegt werden.
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